Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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Zur Beantwortung von ersten Fragen rund um unser Onlineberatungsangebot, kannst du dich hier in unserem FAQ-Bereich informieren.

  • E-Mailberatung - Was ist überhaupt Onlineberatung?

    Mit der Onlineberatung haben wir eine sichere Plattform im Internet geschaffen, um Mädchen die Chance zu bieten, sich Hilfe über das Internet holen zu können. Wenn Du Dich in die Onlineberatung eingeloggt hast, kann niemand außer Dir auf die E-Mails zurückgreifen, die Du mit der Beraterin ausgetauscht hast. Auch können die E-Mails nicht auf deinem Computer gefunden werden.

    Um die Onlineberatung nutzen zu können, musst du Dir zunächst einen Benutzernamen überlegen. Der braucht nicht Deinem richtigen Namen zu entsprechen! Es kann auch ein Fantasiename sein. Außerdem kannst Du Deine E-Mail Adresse angeben und Dir ein Passwort ausdenken, das Du keinem verrätst. In dem Passwort müssen Buchstaben und Zahlen vorkommen.

    Lies Dir außerdem die Nutzungsbedingungen genau durch. Wenn du sie akzeptierst, kannst Du Dir ein Konto für die Onlineberatung erstellen lassen.Wenn Du Dich in deinem Account eingeloggt hast, kannst Du Dein Passwort auch verändern oder deinen Account ganz einfach löschen.

    Wir bemühen uns, dass du innerhalb von 48 Stunden eine Antwort von uns erhältst. Freitags, samstags, sonntags und an Feiertagen ist die Online-Beratungsstelle geschlossen. Wenn Du eine schnellere Hilfe benötigst, wende dich bitte an eine der Notfalladressen. Diese findest Du auch unter den FAQs.

  • Was ist sexueller Missbrauch?

    Es gibt unangenehme Berührungen, die dich verwirren, ängstigen oder dir wehtun. Auch Worte (direkt, über das Handy oder Internet) sowie Blicke können komisch und eklig sein.

    Unter sexuellem Missbrauch versteht man zum Beispiel:

    Wenn Dich jemand an Brust, Po oder Scheide anfasst oder von dir verlangt wird, den Penis eines Mannes anzufassen, obwohl Du das nicht willst.

    Wenn von Dir verlangt wird, dich auszuziehen und Nacktfotos gemacht werden oder sich jemand vor Dir auszieht.

    Wenn dich jemand zwingt Pornohefte oder Pornovideos anzuschauen.

    Wenn Dich jemand vergewaltigt oder versucht, dich zu vergewaltigen.  

    Sexueller Missbrauch geschieht meist durch Dir bekannte Personen, z.B. Vater, Onkel, Nachbar, Bruder, Freunde, Opa oder Lehrer. Manchmal missbrauchen auch Frauen.

  • Wer hat Schuld?

    Dazu gibt es nur eine Antwort: Der Täter allein trägt die Verantwortung für den sexuellen Missbrauch! Es ist niemals Deine Schuld, wenn Dich jemand sexuell missbraucht - egal, was Dir passiert ist und wie Du Dich verhalten hast!

    Täter nutzen das Vertrauen der Mädchen schamlos für ihre eigenen Bedürfnisse aus. Sie zwingen Mädchen zum Schweigen. Oft geben sie ihnen die Schuld und behaupten, dass ihnen sowieso keiner glaubt.

    Das alles machen sie, um Dich einzuschüchtern. Denn die Täter wissen ganz genau, dass sie für ihr Tun  auch von Dir  angezeigt und bestraft werden können.

    Es ist wichtig, Dir Hilfe zu holen! Wir unterstützen dich dabei!

  • Muss ich bei der Beratung über den sexuellen Missbrauch reden?

    Nein, das musst Du nicht. In erster Linie geht es darum, die Mädchen vor weiterem Missbrauch zu schützen. Vielen Mädchen fällt es schwer, über die sexuelle Gewalt zu sprechen oder zu schreiben. Bei uns müssen sie das auch gar nicht, denn zunächst ist es wichtig zu schauen, was dem Mädchen gut tut, was man tun kann, damit es ihr besser geht und wer sie unterstützen kann.

    Auch in der Onlineberatung musst Du nicht über den sexuellen Missbrauch schreiben, wenn Du das nicht möchtest. Du allein bestimmt, wie viel du erzählst.

  • Was sind K.O.-Tropfen?

    Die unter diesem Begriff zusammengefassten Substanzen werden unbemerkt verabreicht, um einen anderen Menschen in einen willen- und hilflosen Zustand zu versetzen.

    Es sind Mischungen aus verschiedenen Psychopharmaka und GHB (Liquid Ecstasy).

    Sie sind meist flüssig, farblos und geruchsneutral.

    Oftmals werden diese Substanzen den Opfern in einem unbeachteten Moment ins Getränk gemischt. Dies kann an öffentlichen Orten wie Disco, Kneipe usw., aber auch in privaten Räumen geschehen.

     Wie wirken K.O.-Tropfen

    Die Wirkung der Substanzen ist abhängig von der Dosierung und der körperlichen Verfassung. Niedrig dosiert können sie enthemmend wirken, in höheren Dosierungen verursachen sie Wahrnehmungsstörungen bis zu totalem Filmriss und Bewusstlosigkeit.

    Wie merkt man, dass K.O.-Tropfen eingesetzt wurden?

    Es können eine plötzliche Übelkeit oder Schwindelgefühle eintreten, man hat Wahrnehmungsstörungen und fühlt sich benebelt/wie in Watte gepackt, man ist willenlos und kann sich nicht mehr richtig bewegen bis zur Regungslosigkeit oder man hat Erinnerungsstörungen bis zum kompletten Filmriss.

    Nachdem die Betroffenen wieder zu sich gekommen sind, leiden sie häufig unter starker Übelkeit, Kopfschmerzen und Angstanfällen.

    Was tun bei Verdacht?

    Mädchen/Frauen die den Verdacht haben K.O.-Tropfen verabreicht bekommen zu haben, sollten sich schnellstmöglich an die Polizei, einen ärztlichen Notdienst oder an eine Beratungsstelle wenden.

    Die Nachweisbarkeit ist je nach Substanz nur wenige Stunden möglich: im Blut bis 6 Stunden, im Urin bis 12 Stunden! Es ist möglich die Urinprobe für kurze Zeit in einem sauberen Gefäß im Kühlschrank zu lagern, oder noch besser einzufrieren.

    Wie kannst du dich schützen?

    • lass dein Glas nie unbeobachtet
    • nimm nur Getränke an, deren Weg du von der Theke aus verfolgt hast
    • nimm keine offenen Getränke an von Leuten, die du nicht kennst
    • geht immer gemeinsam nach Hause, achtet aufeinander! wenn dir bei deiner Freundin auffällt, dass sie schlagartig total aufgedreht ist, wahllos auf Jungs oder Männer zugeht und heftig flirtet, behalte sie im Blick und lass sie nicht alleine zurück
    • sei dir bewusst, dass die Täter sowohl Fremde als auch Freunde sein können
    • wende dich an FreundInnen oder an das Personal, wenn dir in der Disco, Kneipe oder privaten Feier plötzlich übel, schwindelig oder dämmerig wird      
  • Ist sexueller Missbrauch strafbar?

    Sexueller Missbrauch ist gesetzlich verboten.

    Niemand darf einen anderen zu sexuellen Handlungen zwingen, sich selbst vor ihnen befriedigen oder Sex- Fotos und Sex- Filme zeigen.

    Man spricht dann von einer Straftat. Es ist eine Straftat, unabhängig davon, wer es macht und wie oft es passiert ist.

    Viele Täter versuchen die Opfer einzuschüchtern und behaupten vielleicht auch, dass niemand ihnen glaubt.

    Bei sexuellem Missbrauch und sexuellen Übergriffen kannst du bei der Polizei Anzeige erstatten. Es ist wichtig, dass du dich vorher bei einer Beratungsstelle informierst, um zu wissen, was dann auf dich zukommt. In einem Strafverfahren bist du eine wichtige Zeugin und hast auch Rechte. Hierüber solltest du dich auf alle Fälle vorher informieren. Wenn du bei der Polizei gewesen bist, kannst du es nicht mehr rückgängig machen. Denn die Polizei ist verpflichtet jede Straftat zu verfolgen von der sie erfahren hat.

  • Was passiert, wenn ich eine Anzeige erstatte?

    In Deutschland gibt es in jeder Stadt spezielle Kriminalkommissariate für die Ermittlungen bei Sexualdelikten. Du solltest nicht alleine dort hingehen, sondern dir vorher eine Unterstützung besorgen, wenn das möglich ist.

    Du hast ein Recht auf eine Polizeibeamtin, wenn das für dich wichtig ist, um eine Aussage machen zu können.

    Du musst dort alles so genau wie möglich erzählen. Das bedeutet, dass du als Zeugin die Wahrheit sagen musst, und dich so gut erinnern, wie es dir möglich ist.

    Nach deiner Aussage werden noch weitere Zeugen befragt, die etwas dazu sagen können. Es wird auch derjenige befragt, der beschuldigt wird eine Straftat begangen zu haben, deswegen nennt die Polizei ihn auch den Beschuldigten.

    Eine Anzeige bei der Polizei ist der Beginn eines Strafverfahrens und die Vorraussetzung dafür, dass eine Gerichtsverhandlung stattfinden kann.

    Während du dir vielleicht sicher bist, wer der Täter oder die Täterin ist, und weißt was er oder sie getan hat, müssen Polizei, Staatsanwaltschaft und später das Gericht es erst noch herausfinden. Diesen Weg nennt man das Strafverfahren. In diesem Strafverfahren bist du eine ganz wichtige Zeugin, eine sogenannte Opferzeugin.

  • Welche Rechte habe ich als Opferzeugin?

    Wenn du dir sicher bist eine Anzeige zu machen, informiere dich bei einer Beratungsstelle in deiner Nähe, um zu erfahren, wie sie dich unterstützen können.

    In Deutschland gibt es extra ein Opferschutzgesetz. Darin steht, dass Du ein Recht auf eine Anwältin oder Anwalt hast. Ihre Aufgabe ist es, darauf zu achten, dass alle deine Rechte als Opfer berücksichtigt werden. Außerdem hast du ein Recht auf eine psychosoziale Prozessbegleitung. Im Unterschied zur Rechtsanwältin kümmert sich die Prozessbegleitung nicht um die rechtlichern Fragen, sondern begleitet dich vor, während und nach der Gerichtsverhandlung. Sie ist während des gesamten Strafverfahrens an deiner Seite.

  • An wen kann ich mich wenden, um Beweise, wie z.B. Verletzungen sicher zu stellen, auch wenn ich vielleicht keine Anzeige erstatten möchte?

    Das Netzwerk ProBeweis mit seinen Untersuchungsstellen in Hannover und Oldenburg bietet Opfern von sexueller Gewalt eine kostenfreie und vertrauliche Dokumentation und Beweissicherung von objektiven Spuren (Sperma usw.) und Verletzungen (Blutergüsse usw.).

    In den Untersuchungsstellen werden fachgerecht und gerichtsverwertbar Verletzungen dokumentiert, Spuren gesichert und gelagert. Die Ergebnisse der Untersuchung unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht und werden nur auf deinen ausdrücklichen Wunsch, z.B. an die Polizei, weitergegeben. Wenn du dich im Nachhinein zu einer Anzeige bei der Polizei entschließt, informiere bitte die Polizei, dass bereits eine Untersuchung stattgefunden hat, damit diese mit der Untersuchungsstelle Kontakt aufnehmen kann.

    Unter ProBeweis@mh-hannover.de findest du genaue Informationen und Adressen.

     

  • Wo finde ich eine interkulturelle Onlineberatung?

    Die Beratungsstelle des Vereins Mädchenhaus Bielefeld e.V. bietet eine interkulturelle Onlineberatung für Mädchen und junge Frauen im Alter von 12 bis 21 Jahren an.

    Sowohl die Homepage, wie die Beratungsplattform sind interkulturell  und sechssprachig (albanisch, deutsch, englisch, kurdisch, russisch, türkisch).

    Du findest sie unter: www.maedchenhaus-onlineberatung.de

     

  • Wo kann ich mich mit anderen betroffenen Mädchen und jungen Frauen im Netz austauschen?

    Die BKE Onlineberatung bietet regelmäßig einen moderierten Themenchat zu sexualisierter Gewalt an.

    Dieser offene Chat findet alle 6 Wochen für zwei Stunden mit zwei Moderatorinnen statt. Interessierte Mädchen und junge Frauen müssen sich mindestens eine Stunde vor Chatbeginn registrieren lassen, um das Chatangebot nutzen zu können. Die Registrierung und Nutzung des Angebots ist kostenfrei.

    Du findest den Chat mit dem Titel "Only for Girls: Neue Wege gehen - Wie weiter nach sexuellem Missbrauch" unter folgendem Link: https://jugend. bke-beratung.de/views/chat/themenchat.html

  • Was ist sexuelle Gewalt im Internet?

    Auch im Netz, vor allem in beliebten Netzwerken wie Facebook und co. tummeln sich Täter, die es ganz gezielt darauf anlegen Mädchen und junge Frauen anzuschreiben, sich das Vertrauen zu erschleichen, um sie dann sexuell zu missbrauchen.

    Das passiert auf ganz unterschiedlichen Wegen: Es gibt Täter, die ihre wahre Identität angeben, aber auch welche, die Fotos von einem nett aussehendem Jungen in ihr Profil laden, um Mädchen zu täuschen.

    Manche fordern Kinder und Jugendliche auf, sich mit wenig Kleidung vor der Cam zu zeigen, um dann gespeichertes Erpressungsmaterial zu haben.

    Andere stellen ihnen anvertraute Nacktbilder oder sogar Nacktvideos von ihrer Ex-Freundin ins Netz, um diese bloß zu stellen. Das ist für die Betroffenen besonders unangenehm, da diese Veröffentlichungen von vielen ihrer Mitschüler_innen verfolgt und auch oft weitergeleitet werden.

    Die Täter schaffen es, sich als Freund darzustellen, weil sie auf Probleme eingehen, Versprechungen machen und so ein Vertrauensverhältnis aufbauen. Das Ziel kann darin bestehen, ein persönliches Treffen zu arrangieren, bei dem es dann zu Übergriffen kommen kann.

    All das ist sexuelle Gewalt im Internet!

  • Was ist Sexting?

    Unter Sexting versteht man die private Verbreitung erotischer Bilder des eigenen Körpers im Internet übers Smartphone.

    Oft unteschätzen die Jugendlichen die Risiken der schnellen und nicht mehr zu kontrollierenden Verbreitung ihrer Bilder!

    Die Folgen sind: Schamgefühle, nicht mehr raus gehen und Suizid.

    Es kommt aus den USA und verbreitet sich auch inzwischen in Deutschland.

  • Notfalladressen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen für Hannover

    Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen e.V. (Beratung ab 16 Jahren)

    Goethestraße 23 (Eingang Leibnizufer)
    30169 Hannover
    Telefon: (0511) 332 112
    E-Mail: info@frauennotruf-hannover.de

     

    Kinderschutzzentrum Hannover

    Escherstr. 23
    30159 Hannover
    Telefon: 0511 3743478
    Email: info@ksz-hannover.de

     

    Mädchenhaus Hannover

    Zur Schwanenburg 3
    30453 Hannover
    Telefon: 0511 3005872
    Email: info@maedchenhaus-hannover.de

     

    MHH Kinderschutzambulanz

    Darüber hinaus ist für eine zeitnahe Alarmierung und fachlich kompetente Beratung unter der Telefonnummer 0511 532 5533 ein telefonischer Rufdienst (Mo bis Do von 08:00 - 16:00 Uhr, Fr von 08:00 -14:30 Uhr) im Sinne einer Hotline Kinderschutz eingerichtet.

     

     

     

    24 Stunden täglich in Hannover:

    bed by night
    Einrichtung zur Versorgung von Straßenkindern
    Celler Straße 53
    30161 Hannover
    Tel.: 0511 / 31 25 64

     

    Kinder- und Jugendnotdienst

    Kommunaler Sozialdienst-Clearingstelle,
    Nikolaistraße 13, 30159 Hannover
    Tel.: 0511/168-49944
    Ab 18 Jahren.

     

    Frauenhaus Hannover
    Telefon: 0511 664477

     

    Telefonseelsorge:
    0800 1110111/ 0800 1110222

     

    Nummer gegen Kummer:
    0800 1110333

     

    Email- und Chatberatung:

    Jugendnotmail

    Wenn du deine Sorgen lieber schreiben möchtest und innerhalb von 24 Stunden eine Antwort brauchst, gibt es folgenden Tipp im Internet: http://www.junoma.de. Ein Angebot der Jugendnotmail, Chat und Forum für Kinder und Jugendliche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Anonyme Einzelberatungen auf deutsch oder türkisch!

     

    N.I.N.A.  Nationale Infoline, Netzwerk und Anlaufstelle zu sexueller Gewalt an Mädchen und Jungen

    Telefon: 01805-123465
    www.nina-info.de